Futterumstellung in sieben Tagen
Der Verdauungstrakt stellt sich auf das ein, was regelmäßig ankommt — bis hin zur Zusammensetzung der Darmflora. Ein abrupter Wechsel überfordert diese Einstellung. Deshalb wird nicht getauscht, sondern gemischt.
Der Plan
| Tag | Bisheriges Futter | Neues Futter |
|---|---|---|
| 1 und 2 | 75 % | 25 % |
| 3 und 4 | 50 % | 50 % |
| 5 und 6 | 25 % | 75 % |
| 7 | — | 100 % |
Bei empfindlichen Tieren, nach einer Magen-Darm-Erkrankung oder bei einem Wechsel zwischen sehr unterschiedlichen Futterarten strecken Sie denselben Plan auf zehn bis vierzehn Tage. Länger schadet nie, kürzer oft.
Drei Regeln, die den Unterschied machen
- Nur eine Sache auf einmal ändern. Nicht gleichzeitig umstellen und entwurmen, nicht am Umzugstag beginnen.
- Beide Sorten gut vermischen. Wer das neue Futter obendrauf legt, füttert in Wahrheit erst das eine und dann das andere.
- Gleiche Uhrzeit, gleicher Ort. Was der Umstellung an Aufregung genommen wird, kommt der Verdauung zugute.
Woran Sie erkennen, dass es passt
Geformter Kot, gleichbleibender Appetit, ein glänzendes Fell nach einigen Wochen. Weicher Kot an einem einzelnen Tag ist kein Grund zum Abbruch — gehen Sie in diesem Fall einen Schritt im Plan zurück und bleiben Sie dort zwei Tage länger.
Anders sieht es aus bei anhaltendem Durchfall, Erbrechen, Juckreiz oder deutlicher Futterverweigerung: Dann brechen Sie die Umstellung ab und sprechen mit Ihrer Tierarztpraxis. Mehr dazu unter Sensible Verdauung.