Katze im Sommer
Die Hauskatze stammt von einem Wüstentier ab und ist darauf eingerichtet, ihren Wasserbedarf weitgehend über die Beute zu decken. Beim Napf voll Trockenfutter geht diese Rechnung nicht auf — im Sommer am wenigsten.
Mehr trinken lassen, ohne zu drängen
- Mehrere Trinkstellen in der Wohnung, verteilt und nicht direkt neben dem Futternapf. Katzen trennen Fressen und Trinken gern räumlich.
- Breite, flache Schalen. Ein schmaler Napf drückt gegen die Tasthaare, und das mögen die wenigsten.
- Kein Eis ins Wasser. Zimmertemperatur wird besser angenommen als eiskalt.
- Täglich frisch. Auch wenn es voll aussieht.
- Bewegtes Wasser reizt viele Katzen — ein tropfender Hahn erklärt, warum Trinkbrunnen funktionieren.
Nassfutter als Wasserquelle
Nassfutter besteht zu einem großen Teil aus Wasser. Wer im Sommer den Nassfutteranteil erhöht, verbessert die Flüssigkeitsbilanz, ohne dass die Katze dafür etwas tun muss. Achten Sie darauf, die Gesamtration entsprechend anzupassen, damit unterm Strich nicht mehr Energie im Napf landet.
Futterhygiene bei Hitze
Was bei 20 Grad zwei Stunden übersteht, ist bei 30 Grad nach dreißig Minuten kritisch. Praktisch heißt das:
- Kleinere Portionen anbieten, dafür häufiger.
- Reste aus dem Napf nehmen, statt sie „noch stehen zu lassen“.
- Angebrochene Schalen abgedeckt in den Kühlschrank — und vor dem Füttern auf Zimmertemperatur bringen.
- Den Napf täglich spülen, nicht nur auswischen.
Ruhige Tage sind gute Tage
Verlegen Sie Spiel und Beschäftigung in die kühlen Morgen- und Abendstunden, sorgen Sie für einen schattigen Rückzugsplatz mit Durchzug und lassen Sie die Katze ansonsten schlafen. Hecheln, Taumeln oder auffällige Teilnahmslosigkeit sind dagegen Warnzeichen und gehören sofort tierärztlich abgeklärt.