Nagergehege einrichten
Wer ein Gehege einmal richtig aufbaut, spart sich hinterher täglich Arbeit. Vier Entscheidungen tragen dabei am meisten: wie viel Platz, welches Heu, welche Einstreu und wo das Futter steht.
Heu ist kein Zubehör, sondern das Grundfutter
Kaninchen und Meerschweinchen brauchen Heu zur freien Aufnahme, den ganzen Tag. Es liefert die Rohfaser, die die Verdauung in Gang hält, und sorgt für den Zahnabrieb — die Zähne wachsen lebenslang nach. Eine Raufe hält das Heu sauber; ein Haufen am Boden ist nach einer Stunde Einstreu.
Gutes Heu riecht aromatisch, ist grünlich bis hellbraun und staubt kaum. Muffiger Geruch oder sichtbarer Staub sind Ausschlusskriterien.
Einstreu: saugfähig, staubarm, günstig im Verbrauch
| Art | Stärke | Zu bedenken |
|---|---|---|
| Hanfeinstreu | Sehr saugfähig, weich, staubarm | Etwas teurer pro Sack |
| Holzgranulat | Bindet Geruch gut, ergiebig | Hart — besser als Unterschicht |
| Weichholzspäne | Preiswert, überall erhältlich | Auf Staubarmut achten |
Bewährt hat sich der Aufbau in zwei Schichten: unten Granulat als Saugschicht, darüber etwas Weiches zum Wühlen. Nasse Ecken heben Sie täglich aus, dann reicht ein kompletter Wechsel meist alle ein bis zwei Wochen.
Der Futterplatz
- Trockenfutter in eine schwere Keramikschale — leichte Näpfe werden umgeworfen.
- Abstand zur Toilettenecke, sonst wird beides eins.
- Frischfutter nur in Mengen, die innerhalb weniger Stunden gefressen werden.
- Wasser täglich wechseln, Napf oder Flasche wöchentlich gründlich reinigen.
Rhythmus
Täglich: Frischfutterreste entfernen, Wasser wechseln, nasse Einstreuecken ausheben, Heu nachlegen. Wöchentlich: Näpfe und Tränke gründlich spülen. Alle ein bis zwei Wochen: Einstreu komplett tauschen und das Gehege auswischen. Deutlich häufiger zu reinigen ist meist ein Zeichen dafür, dass die Einstreu nicht passt oder das Gehege zu klein ist.